über uns

Jonathan Mansfield
Seit meinem 18. Lebensjahr lebe ich von Straßenmusik. Geboren bin ich in Manchaster - England. Zusammen mit meinem Freund Mark ging ich nach Israel. Weil wir Schauspiel studieren wollten, kehrten wir nach England zurück. Es war zu spät, die Einschreibungen waren vorbei. So jobbte ich mal hier und da. Inzwischen schaffte ich mir einen LKW an, mit dem ich über Land fuhr. Neben dem LKW kam Hund "Arthur" dazu. Der erledigte seinen Job, wachsam zu sein, mit Bravour.
Während der "LKW-Zeit" ist mein Sohn Fynn geboren.
Mit dem LKW hat man wenig von der landschaftlichen Umgebung mitbekommen. Traktor und Bauwagen folgten. Ein Freund erzählte mir, dass er vorhat mit Pferd und Wagen umher zu reisen. Um mich selbst davon zu überzeugen, besuchte ich ihn. Er war gerade dabei, seinen Wagen zu bauen. Ja, er schaffte es. Er kaufte sich den Bolounnais "Django" und fuhr mit Freundin 1 Jahr kreuz und quer. Wow - sie haben ihren Traum in die Tat umgesetzt. Die Idee mit Pferd und Wagen umher zu reisen ließ mich fortan nicht mehr los. Das war auch mein Traum geworden. Der Traktor war mir eh zu laut. Es dauerte nicht lange, da baute ich meinen eigenen Pferdewagen. Und so fing alles an.

Anne Eggeling
Wie bin ich da reingerutscht? Nun, fangen wir ganz von vorn an. Ich bin keine Engländerin. Meine Mutti hat mich in Berlin zur Welt gebracht. Aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt in Ostdeutschland im Elbe-Elster-Kreis mitten in der Niederlausitz. Dort hatte ich einen kleinen Reitstall gefunden. 1x wöchentlich nahm ich Reitunterricht. Es hatte ewig gedauert, bis ich meine Ellies soweit hatte, mir ein eigenes Pferd zulegen zu dürfen. Das war kurz vor meinem 18. Lebensjahr. Ich kaufte mir eine braune Stute, 4jähriges Brandenburger Warmblut. Wir haben viele Höhen und Tiefen erlebt. Es dauerte nicht lange, da hatte ich meinen Vati mit dem Pferdefiebervirus angesteckt. Er nahm Reitunterrricht. Nach meinem Abi studierte ich Landespflege an einer Fachhochschule in Sachsen-Anhalt. Vati ritt mein Pferd in der Woche und ich immer am Wochenende. Nach meinem Studium hatte ich eine Stelle in Berlin gefunden. Ein toller Arbeitsplatz. Ich nahm mir eine kleine Wohnung und fuhr wie immer jedes Wochenende nach Hause. Mitten in der Woche bekam ich auf Arbeit einen Anruf von zuhause. Meine Mutti behauptete, ich würde nie erraten, was sie die Woche erlebt hätten. Ich spitzte die Lauscher und sie erzählte was über einen Engländer, der mit Pferden und Wagen durch Europa reist. Mein Puls wollte raushüpfen und meine Konzentrationsfähigkeit sank rapide ab. In meiner kleinen Wohnung bin ich dann hin- und her gelaufen mit dem Gedanken "den muss ich unbedingt kennenlernen"! Sonntag war es dann auch endlich soweit. Zusammen mit Vati besuchten wir ihn in der Elbaue. Ich sah einen kunterbunten Wagen und zwei wohlgenährte kräftige und schmucke Kaltblüter. Jon stürzte aus dem Wagen und begrüßte uns neugierig und freundlich. Ich konnte kaum etwas sagen. Mich hat alles viel zu sehr umgehauen, dass sowas funktioniert. Selbst bin ich mit einer Freundin mit Pferd und Hund zur Ostsee gewandert (insgesamt ca. 600 km) aber das hatte ich vorher durchorganisiert und das war Urlaub. Jedoch er lebt so. Geil!!! Tee haben wir natürlich getrunken und ein wenig geplaudert. Ich verabschiedete mich mit den Worten, ob es ihm was ausmachen würde, wenn ich mal mitfahre. Da grinste er mich an und sagte "Kein Problem". Von Vati hatte ich seine Telefonnummer. Nach einigen Wochen des Zögerns, griff ich zum Höhrer (denn er war ständig in meinen Gedanken). Fortan telefonierten wir sehr oft. Ich bekam eine Woche Urlaub im November. Die Woche nutzte ich und fuhr mit Jon mit. Am Montag darauf habe ich Freude strahlend meinen Job gekündigt und mich entschlossen dabei zu sein!!!

Fynn Guischard
Fynn ist der Sohn von Jon. Immer in den Ferien ist er mit dabei. Sein Lieblingsfach ist Religion. Außerdem rechnet er sehr gern. Fynn zählt das Geld, was Papa auf der Straße bekommen hat - eine seiner Lieblingsbeschäftigung.

 

 

 

Nina
Nina gehört auch zur Getrappelfamilie. Mitte März 2007 vermittelte uns eine Tierheimmitarbeiterin aus Holzminden diese einjährige Mischlingshündin. An dieser Stelle herzlichen Dank Petra und Jenny! Ersteinmal musste sie über sich ganze 6 Stunden Zugfahrt überstehen. Unterwegs hat Jon ihr schon "sit" und "lay down" beigebracht. Hier angekommen hat sie sich gleich wohl gefühlt. Eine Leine brauchen wir meistens nicht - sie lernt schnell.


Billy

Billy ist eine geniale Erfindung! Er hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Billy leistet Jon Gesellschaft und ist sein treuester Kumpel. Alle Leute wollen vor allem Billy sehen. Er kann Schlagzeug spielen und gleichzeitig Faxen machen. Aber er ist ein ganz braver, meistens macht er das, was Jon ihm sagt. Billy muss öfter operiert werden, denn wenn er spielt, gibt er alles. Als Publikumsliebling hat er es eben nicht einfach. Durch die ganzen Anstrengungen tun ihm ziemlich oft die Arme weh. Jon muss ihn deshalb öfter behandeln. Gummibänderaustausch, Vaseline, Löcher nähen ... . Aber der Billy ist tapfer - er macht das schon!

Wagenbau

Der Wagen ist Eigenbau! Das verwendete Holz des Wagens ist Sperrholz. Das Gestell ist aus Eisen und stammt über das Internet von einem Bauwagen. Aus einem Buch über den Bau von Booten entwickelte ich den Wagen. Insgesamt 3 Monate Bauzeit wurden benötigt. Im Wagen befinden sich zwei Kochplatten, die über Gas funktionieren und ein Holzofen. Länge:
Breite:
Höhe:
Gewicht: 2 Tonnen

Pferde

Fine
Fine begleitete uns 2005 und 2006. Ich kaufte sie, damit sie Django - den Schimmel - vor allem in den Bergen unterstützt. Immerhin wiegt der Wagen 2 Tonnen. Sie wurde von privaten Leuten gekauft. Eingefahren habe ich sie selber. Natürlich übernahm die Stute das Kommando der kleinen "Herde" sofort. Django hatte nicht immer Zuckerschlecken mit ihr. Ohne sie wollte er aber auch nicht sein. Ein glückliches Pärchen! Leider passierte etwas unerwartetes. Fine wurde unheilbar krank. Die Tierärzte sprachen von einer pferdetypischen Gehstörung. Sie taumelte und viel sogar um. Schließlich musste sie eingeschläfert werden. Guck Fine, nicht nur in unseren Gedanken bist du uns allgegenwärtig, hier sehen viele Leute, was großartiges du geleistet hast! Danke!

 

Hier Download Video Fine!
ca. 1,4MB, läuft über den Windows-
Media-Player, ist eine .wmv Datei!

Django
Django wurde als erstes Zugpferd angeschafft. Bei Jon's Kumpel hatte er schon 1 Jahr Erfahrung auf der Straße gesammelt. Die Rasse nennt sich "Boulonnais" und stammt aus Frankreich. Dort werden die schweren Pferde überwiegend für den Verzehr gezüchtet. Jedoch beweißt Django die Qualität als arbeitswilliges, intelligentes Zug- und Reittier. Also weg mit Messer und Gabel! Django ist unser Verlasspferd. Selbst in schwierigen Situationen engagiert er sich fleißig und seine kräftigen Muskeln helfen ihm dabei! Unterm Sattel will er immer vorwärts laufen - am liebsten im schnellen Galopp. Nur Gullideckel empfindet er als außerirdische pferdefressende Wesen. Seine Reiter fliegen dann bei einem aprubten Stopp in hohem Bogen durch die Luft und nach kurzer Flugfreude hat die Erdanziehungskraft ihrem Namen alle Ehre gemacht. "Grüß Gott Mutter Erde"! Django schaut dann verwundert, wieso da plötzlich wer vom Himmel gefallen ist. Mit Django hatten wir den richtigen Riecher!

Winston
Winston ist der Neuzugang! Gekauft wurde er als 3jähriger Ardennerhengst von einem Pferdehändler bei Gotha. Der kannte garnix! Er gab keine Pfötchen, war nie geritten oder gefahren. Das einzigste: man konnte ihn am Halfter führen und gefressen hat er tatsächlich von allein. Als erstes mussten wir ihm die Hufe machen. Dem Hufschmied liefen dutzende Schweißperlen vom Gesicht - der Arme! Nach einigen Stunden waren die Eisen endlich dran! Mit den Eisen ging dann das Einfahren los. Jon hat das zunächst einspännig geübt. Winston hat schnell begriffen und Fahrzeuge brachten ihn nicht aus seiner unendlichen Ruhe! OK, einspännig klappt ganz prima - nun wird Zweispännigfahren geübt! Auch kein Problem - wie sich schon bald herausstellte! Er lief sogleich auf der Straßeninnenseite - zur Freude von Django, denn ganz geheuer sind ihm die Riesenmaschinen im Straßenverkehr nicht! Jon hat Winston auch eingeritten. Anfangs ging es nur rückwärts. Doch bald merkte Winston, das er immer weiter weg von Django kam und hat plötzlich den Vorwärtsgang eingelegt. Von dem Moment an war das weitere Einreiten nicht mehr schwer! Seine Lieblingsbeschäftigung ist ruhen! Traben und Galoppieren sind eine seltene Gangart! Er ist ein großer Schmuser und ein gutes Gegenstück zu Django. Wenn ich die beiden so in ihrer Koppel beobachte, glaube ich, das Winston den Hut auf hat. Django hat gegen so viel Körpervolumen einfach keine Chance. Winston schiebt ihn scheinbar spielend einfach mit seinem Riesenschädel beiseite und das in aller Friedlichkeit!

Übrigens: man beachte sein Tarnkleid auf dem ersten Bild :-)

 

Hier Download Video Winston & Django
ca. 8 MB, läuft über alle Video-Players, ist eine *.videoclip Datei!