30.07. - 21.08. - von Kürzell nach Bulzingen
Besuch aus England und im Hochschwarzwald auf dem Weg zu Heidi
 
In Lahr verdiente Jon leider kaum etwas. Zu wenig Leute in der Stadt. Die beiden kamen früher zurück zum Wagen, sodass wir am gleichen Tag noch weiter fahren konnten nach Nonnenweier. Nach rund 6km fanden wir einen schönen Parkplatz hinter einem Maisfeld. Auf der Fläche stand hohes Gras und Brennesseln wucherten hier und da.
Wenn überhaupt, schien hier selten  jemand zu mähen. Wasser hatten wir ca. 200m vorher aus einem kleinem Fluss mitgenommen. Am nächsten Tag war Pause angesagt, Tier und Mensch sollten sich erholen. Montag ging es dann weiter nach Oberhausen. Unterwegs fuhren wir am Europapark vorbei. Das Wetter war herrlich und viele Europaparkturies begrüßten uns im kleinen  Örtchen Rust. Wir waren auch eine kleine Attraktion. So langsam wurde es dunkel und wir hatten immer noch keinen Parkplatz. Unser Wagen rollte durch Oberhausen. Jon hatte die Leinen und ich das Akkordeon in der Hand. Selbst wenige Handgriffe hören sich bei einem Akkordeon schon sehr proffessionell an.  So zogen wir kunterbunt mit Getrappel und Melodie vorran. Einige Leute die noch draußen unterwegs waren  staunten nicht schlecht über unser seltsames Gefährt - kamen herran um näheres zu erfahren. Wir erzählten das Übliche und ich ergriff die Gelegenheit zu erfragen, ob nicht  jemand eine Wiese für uns hätte. Juchuuu, so war es dann auch. Wir parkten nur ca. 300m weiter am Mühlbach zwischen Obstbäumen. Ein Schlaraffenland! Vielen Dank!
Die Eltern von Jon wollten demnächst anreisen. Wir brauchten einen Plan. Was machen wir mit Ihnen, und wo?  Eines wußten wir, sie landen mit dem Flieger in Basel. Fynn's Onkel wohnt in Freiburg Breisgau. Warum nicht also ihn ansteuern und dann dort 'ne Woche parken. Außerdem würde seine Familie uns bestimmt helfen einen Parkplatz zu organisieren. Die Eltern könnten wir auch noch mit dem Zug oder dem geliehenem Auto abholen. Die Idee war toll und so fuhren wir am nächsten Morgen Richtung Freiburg nach Nimburg. Toll, das dieser kleine Ort einen Bahnhof mit Parkplatz und Wiese hat. Und noch toller, alles 'dichte' am Bach. Das Wetter war wieder wunderschön. Die Wiese war eigentlich ein überwachsener Weg, der zu einem Feld führte. Das Feld war allerdings so ein 'Mischding' aus Brache und Stoppelacker. Ich schlussfolgerte das der Bauer nicht unbedingt die nächsten 24h auf sein Feld müßte und so umzäunten wir den Weg. Und wenn doch, halten wir halt den Draht mal eben hoch. Gedacht, getan und schon waren die Hottes wieder nackig am Grasen. Leider war kein Raiffeisen in der Nähe, so haben wir Haferflocken im Supermarkt geholt. Wer weiß, was die Kassiererin wohl dachte, als wir mit einem Karton voll Haferflockentüten "zart" ankamen. Wie üblich mischte ich den Hafer mit Wasser. Und da passierte es.  Der Hafer umschlang meine Hand wie Zement. Wer hätte das gedacht? Hmmm. So eine zähe schleimige Masse, wie sollen die Pferde das nur essen? Jon meinte: "Versuch es mit noch mehr Wasser"! Es wurde etwas besser. Letztlich mischten wir die Masse mit unserem letzten Rest Hafer in ganzen Körnern und dann ging es. Die Pferde sahen anschließend aus, als wären sie mit dem Kopf in einen Kalkeimer gestürzt.  Als es am nächsten Morgen weiter ging, fanden wir zum Glück einen Raiffeisenmarkt. An unserem Pausenparkplatz trafen wir einen Barfussschmied. Sein Wagen stand dort, als wir ankamen. Daran waren 2 kleinere Pferde befestigt. Ich war neugierig und lief hin. Da schauten mich 2 stahlblaue Augen und ein braungebranntes Gesicht  mit blonden kurzen Haaren an. Ein Mann mittleren Alters und schlanker Statur begrüßte mich freundlich. Wir kamen ins Gespräch und ich erfuhr, das er gerade einen Trip mit seinem Pferd durch Kanada hinter sich hatte. Wow, -  die Unterhaltung zog sich natürlich bis zur Weiterfahrt hin. Kanada wäre natürlich noch was für mein wanderreit-begeistertes-nicht-mehr-loslassen-könnendes Herz. Er empfahl uns noch einen Parkplatz auf unserer Strecke. Dieser war genauso geil wie beschrieben. Ein abgelegener mit Gras überwachsener alter Parkplatz zwischen Bäumen und nebendran ein Angelteich mit einem 'Alles verboten' - Schild. Der Teich war so übersichtlich, das wir wußten, dass niemand dort war. Jedoch führte ein gut besuchter Wanderweg daran vorbei.
Fynn und ich, wir ließen es uns nicht nehmen in diesem Teich zu baden. Mucksmäuschenstill schlichen wir uns an die Böschung. Wir genossen das kurze Bad und kehrten ohne Komplikationen wieder zum Wagen. Weiter ging es den nächsten Tag nach Freiburg. Wir kamen von Nord-West in die Stadt hinein und mußten nach Süd - Ost. Wir fuhren noch durch das Industriegelände, da entleerte Winston  seinen Dickdarm. Er lernt immernoch dabei nicht stehen zu bleiben. Im mühevollem Schritt schaffte er es. An dieser Stelle appeliere ich an alle Kutschenfahrer eure Pferde beim Scheißen nicht stehen zu lassen. Stellt euch vor ihr müßt gerade einen Berg hoch fahren oder hinter euch rollt der Verkehr. Wir fuhren einige Meter weiter da kam ein Zivilfahrzeug, aus dem eine Frau in Uniform ausstieg. Sie bemerkte freundlich das wir unsere Pferdekacke wegräumen sollen, es hätte sich jemand beschwert. Jon und ich wir schauten uns an. Wer um Himmels willen beschwert sich in einem Industriepark noch dazu innerhalb von nur gerade mal 3 Minuten über heruntergefallene Pferdeäpfel? Natürlich räumten wir den Haufen weg. Aber nun stelle man sich mal vor, der Kutschenfahrer ist allein unterwegs und fährt gerade in einer Stadt einen Berg hinauf. Sollte er nun extra stoppen, sein Gefährt alleine lassen, um die Pferdeäpfel wegzuräumen, wo sich anschließend während der Zeit der Verkehr hinter ihm gestaut hat, und er enorme Schwierigkeiten hat, sein Hotte davon zu überzeugen auf dem Anstieg den Wagen erneut anzuziehen?  Wir beide schmunzelten uns an und stehen dazu Pferdekacke im öffentlichen Verkehr liegen zu lassen. Und ich glaube das nicht allzuoft Pferdegepanne durch Städte fahren, das Pferdekacke jemals zu einem ernsthaften Problem werden kann. Nicht da, wo man sie nur selten zu Gesicht bekommt.
In Freiburg war es schwierig einen Pausenparkplatz zu bekommen. Wir parkten mitten in der Stadt auf einem Parkplatz. Die Pferde banden wir jeweils an einem Baum fest, dessen Grund mit Gras bewachsen war. Nur Wasser hatten wir keines. Wir gaben ihnen unser letztes Trinkwasser. Schließlich besuchen wir ja heute die Familie vom Onkel, bei dem wir wieder unser Wasser auftanken können. Weiter ging es dann durch die Innenstadt, vorbei an der Fußgängerzone durch das "Schwalbentor". Nina nahmen wir dann doch auf den Wagen - es gab zu viele Abbiegerspuren und Kreisverkehre. Das fand sie doof. Als wir wieder an einer Ampel los fuhren sprang sie flux beim Kommando 'Alleé' vom Wagen. Sie hatte nicht ganz Unrecht, denn das war sonst auch ihr Kommando los zu laufen, nachdem sie warten mußte. Wir sperrten sie dann im Wagen ein, bis wir aus dem Gröbsten heraus waren. Zwischendurch rief uns 'Tante' Verena an, dass es mit der Wiese klappt und sie gab uns noch eine Wegbeschreibung. 19.30 Uhr sind wir vor ihrem Haus in Freiburg-Ebnet angekommen. Sie kam uns schon mit dem Rad und ihrer Tochter 'Clara' im Kinderanhänger entgegen. Den Onkel Tom-Ben trafen wir unterwegs beim Zahnarzt an. Juchuu wir sind in Freiburg!!! Wasser tanken und ab auf die Wiese. Hier durften wir für drei Tage bleiben. Am nächsten Morgen hieß es wieder Spielgelumpe in den Kinderwagen. Es war Freitag - Spieltag in Freiburg. Fynn begleitete Jon in die Fußgängerzone. Ich blieb am Wagen Pferde hüten. Wir parkten nahe an einem Wirtschaftsweg. So weckte unser buntes Gefährt die Neugier einiger Spaziergänger. Ich knüpfte Kontakt zu einer Familie mit drei Kindern. Ich verabredete mit der Mutti, dass ihre Kinder gern wieder vorbei kommen könnten. Simone, die ältere Tochter, hat schon einmal an einem Voltigierkurs teilgenommen. Am nächsten Tag kam sie zum Reiten. Fynn und Simone ritten zusammen auf Winston. Ich nahm Django. Bevor es los ging, kam noch Kiara, Fynn's Freundin. Sie lief anfangs nebenher, weil sie keine Reitkappe dabei hatte. So ritten wir zu ihren Eltern, um einen Fahradhelm zu holen. Auf dem Rückweg habe ich sie auf Django geführt. Anschließend haben Fynn und Kiara, Kiara's Eltern überzeugt, das sie bei uns mit Fynn zusammen zelten darf. Die drei Tage vergingen schnell, sodass wir wieder einen neuen Parkplatz suchten. Zum Glück trafen wir eine Familie die ganz in der Nähe wohnte. Die Nachbarin war gerade im Urlaub und hatte auch ein Pferd. Sie gestattete es per Telefon, dass wir unsere Pferde bei ihr einkoppeln konnten. Suppi, das hat wieder geklappt.  Auf dem Gelände war eine alte Gärtnerei. Ringsherum grasten Heidschnucken. Fynn lernte hier die Söhne der Familie kennen - Nikolas 10J. und Lukas ungefähr 4J. Sie spielten oft miteinander. Am Montag hat Jon seine Eltern aus Basel mit dem Auto abgeholt. Am Flughafen angekommen begrüßten sich die drei ersteinmal durch einen Grenzzaun, denn es war vorher nicht klar auf welcher Seite sie in Basel landen würden. Da gibt es die französische und schweizerische Seite. Irgendwie schafften sie es dann sich durch den Flughafendjungel zu kämpfen. Zum ersten Mal begegnete ich meinen "Schwiegereltern". Vorher versuchten Jon, Fynn und ich nur englisch zu reden. Das hat schon ganz gut geklappt. Ansonsten hat man ja noch Hand und Füße, um sich zu verständigen. Leider ist die kommende Woche total ins Wasser gefallen. Nun kommen sie daher aus England und fliegen von einer Regenflut in die nächste. Die beiden übernachteten in einer Pension ca. 300m entfernt.  Trotzdem gab es auch zwischendurch ein paar Stunden, wo es nicht ganz so doll regnete. Dann gingen wir spazieren und besichtigten Freiburg. An den Abenden haben wir oft musiziert und zusammen gesungen. Am Freitag haben wir es uns gewagt anzuspannen um gemeinsam unterwegs zu sein. Leider regnete es auch an diesem Tag. Samstag war wieder spielen angesagt. Zum Glück schien endlich mal die Sonne. Fynn und seine Eltern begleiteten ihn. Am Sonntag flogen sie dann wieder zurück nach Manchaster-England. Zwischendurch zogen wir wieder um. Durch den Regen sind die Flächen sehr nass geworden. Um zu vermeiden, das die Pferde zuviel zertreten fuhren wir ca. 200m weiter in den Ort hinein. Ich telefonierte vorher mit der Stadt, ob die Pferde auf dem sogenannten 'Rossplatz' grasen könnten. Der Platz machte den Eindruck eines unbebauten Grundstückes. Hier wuchs, was wollte. Es war ein Hanggrundstück auf dem die Kinder im Winter mit den Schlitten herunter rodelten. Die Pferde hatten gut zu futtern. Nur wir mußten leider direkt auf der Anwohnerstraße parken, da der Wiesenplatz zu steil war. Ein Vorteil hatte es, durch die zentrale Lage hatte man viele interessierte Leute kennengelernt. Darunter war auch ein Streifenwagen der Polizei. Eines morgens rollte er an uns fast vorbei, dann fuhr der Wagen wieder rückwärts und hielt an. Ich lief heraus um 'Hallo' zu sagen. Wir wurden freundlich von den Polizisten begrüßt und einer von ihnen zückte sofort seinen Fotoapparat. Die beiden Kollegen waren von uns sehr angetan. Einer von ihnen träumte sogar das gleiche zu tun. So unterhielten wir uns sehr angeregt.
Am Dienstag ging es dann wieder weiter. Als nächstes wollen wir eine Freundin von meinem Vati besuchen, die bei Tuttlingen wohnt. Sie kam uns schon öfter zwischendurch besuchen. In Freiburg brachte sie uns für die Pferde einen riesigen Sack Äpfel vorbei. Bei ihr wollen wir eine Woche bleiben und das Dach reparieren. Die 5 Tage Regen ließen uns bemerken das wir da oben irgendwo ein Leck haben müssen. Uns allen erwartete eine Herausforderung : der Hochschwarzwald. Eigentlich versuchen wir Berge zu vermeiden. Der Wagen wird für die Pferde sehr schwer zu ziehen. Die ursprüngliche Idee war über Basel zu fahren und dem Rhein weiter zu folgen bis zum Bodensee. Doch dabei hätten wir dauernd die Grenze Deutschland - Schweiz passieren müssen. Vorraussetzung für die Passierung ist ein Gutachten von einem Amtstierarzt, das nicht älter ist als 10 Tage. Innerhalb von 10 Tagen würden wir diesen Wechsel jedoch nicht schaffen und diesen Gutachten sind zudem nicht billig. Und dann noch der nervige Grenzwechsel. Nee, wir wählen den Hochschwarzwald. Wir hatten das Glück, das uns unser Freund Ludwig aus Altrip besuchen wollte. So telefonierte ich mit ihm, denn es bot sich dann auch die Gelegenheit das Gepäck in sein Wohnmobil zu verlagern, um das Gewicht des Wagens zu reduzieren. Mittlerweile sind wir nämlich schon 2,7 Tonnen schwer. Inzwischen sind wir schon eine Station weiter gereist nach Buchenbach - noch war es nicht ganz so steil. In Buchenbach übernachteten wir auf einem Wohnmobilparkplatz, der uns zuvor von einem Typ empfohlen wurde. Hier war tolle Wiese für die Pferde, wie im heimischen Garten. Dieser Platz unterhielt ein Bauer, der direkt nebenan wohnte. Er war sichtlich beeindruckt, als wir mit Akkordeonmusik und Getrappel lautstark ankamen. Er war total nett und wir konnten auch Öhmd von ihm bekommen. Die Niederlausitzer bezeichnen Öhmd als Krummid, den zweiten Schnitt. Wir parkten unter einem riesigen Apfelbaum. Ab und an viel einer runter und es donnerte im Wagen. Na Paps, 'kannste' dich erinnern, als Du dich gemütlich mit deiner Liege bei uns 'heme' unter den Apfelbäumen entspannen wolltest? Ich erwähnte darauf, na dann viel Spaß, hoffentlich bombardieren dich nicht die Äpfel so stark. So war dann nix mehr mit entspannen. Ja so ähnlich ging es uns auch. Zum Glück hatten wir ja noch ein Dach dazwischen. 
Ludwig kam und wir packten um. Heute wird es ernst. Wenn wir 900 Höhenmeter überwunden haben, geht es wieder bergab. Bevor es los ging besuchten uns noch einmal die Kollegen von der Polizei aus Freiburg. Sie waren so von uns begeistert, dass sie noch einmal vorbei gekommen sind, nach dem Schießtraining. Wir tranken Tee und plauderten. Außerdem boten wir es an bei Interesse einen Wagen zu bauen, wie wir ihn fahren, wenn sie dann in Rente gehen. Mal sehen, vielleicht wird ja was draus. Jon hat schon einige Wagen gebaut, selbst diesen würde er wieder etwas anders bauen. Jedes Modell ist eine kleine Weiterentwicklung, raffinierter und praktischer. Da ist jeder Interessierte bei uns an der richtigen Adresse, der einmal ähnliches vorhat.
Jon bemerkte, dass die Pferde
den Gewichtsverlustspürten. Noch ging es gut vorran. An einer Bushaltestelle machten wir eine Stunde Pause. Hier wuchs Gras unter den Bäumen und sie bekamen Hafer. Es wurde steiler. Ludwig fuhr vorne weg, um in der Not einspringen zu können. Jon und ich wir sprangen ab, um weiter Gewicht zu reduzieren. Am besten ging es, wenn Jon die Pferde vorn in der Mitte führte, ich hielt die Leinen und bin hinter den Pferden mit Warnweste zur Straßeninnenseite hinterher gelaufen. Es ging immer stetig bergauf. Die Pferde waren schweißnass und fingen sogar an zu tropfen. Es regnete unter ihren Bäuchen. Zum Glück kam ein kleiner Nebenweg, auf dem wir einscheren konnten. Die Nüstern der Pferde stand weit gespreizt offen. Noch ein Stück würden wir nicht schaffen. Ich schlug vor hier zu übernachten. Ein Bach floss den Hang hinab und nebendran war ein Waldparkplatz. Gras gab es keins, aber wir hatten zur Not immer 2 kleine Ballen dabei. Gestärkt und ausgeruht, aber wahrscheinlich mit Muskelkater wurde der nächste Abschnitt in Angriff genommen. Ich lief wieder an der Seite mit den Leinen und der Gerte nebenher und Jon führte die Pferde vorn. Das kommende Stück war der steilste Abschnitt. Nach 1 bis 2 km bergauf kamen zum Glück immer wieder kleine Nischen, die wir für kurze Pausen nutzten, bis die Pferde wieder normal atmeten. Zwischendurch kam es auch vor, das sie stehen blieben. Zur Not haben wir einen Bremsklotz, per Schnur betätigt fällt er hinter das Hinterrad, um das Zurückrollen des Wagens zu blockieren. Das Anführen hat oft problemlos wieder geklappt. Hier bemerkt man, das Pferde mit gleichem Schritt viel besser geeignet wären. So kam es, das Django gut ziehen kann, wenn er schneller ist. Winston kam dann oft nicht so schnell hinterher, sodass er ihm nicht immer helfen konnte. Auf Dauer schafft es Django aber nicht allein. Jon bremste ihn daher und Winston konnte ihm dann auch helfen. Die kleinen Pausen waren super! Nach 4km steilen Anstieg waren wir endlich oben angekommen. Welch eine Leistung. Jon und ich wir waren so aufgeregt, das wir ganz oft zwischendurch pinkeln mußten. Hinter St. Märgen haben wir eine große Pause gemacht. Die Pferde wurden auf einer Wiese eingezäunt und kräftig mit Hafer gefüttert und getränkt. Hier bekamen wir noch einmal Besuch von Fynn's Onkel, Tante und Cousine aus Freiburg. Sie organisierten auch noch 2 Säcke Quetschafer für die Pferde. In Turner fanden wir einen geeigneten Parkplatz für die Übernachtung. Die Jungs bekamen wieder ordentlich Hafer und Heidi's Äpfel.  Wir haben super Hottes, die haben uns glatt durch den Hochschwarzwald gezogen! Hut ab Jungs!
Hier oben pfiff der Wind ganz ordentlich und es war sehr frisch.
Wenig später besuchte uns ein Mann, der selbst einmal ca. 9 Monate mit Pferd, Wagen und Freundin unterwegs war. Jon unterhielt sich mit ihm sehr angeregt. Von nun an ging es größtenteils bergab. Als wir los fuhren, trafen wir eine andere Kutsche mit Schwarzwäldern vorne dran. Sie machten wohl einen Familienausflug. Wir kamen in ein Tal. Hier im Tal gab es viele Koppeln für Rinder. Rind sein macht hier bestimmt viel Spaß. Lecker Quellwasser trinken, auf riesigen Koppeln grasen und sich die Sonne auf den Rücken scheinen lassen. Für uns waren die Aussichten einen Parkplatz zu finden nicht gut. Der Platz war eh schon eng wegen der Berge und sonst wurden die Flächen alle bewirschaftet. Ich fuhr mit Ludwig vorne weg, um nach einem geeigneten Fleck Ausschau zu halten. Nichts! OK, Plan B direkt auf dem Hof nachfragen. Das klappte dann auch beim zweiten  Versuch. Die Familie von Bruggershof gestattete es uns für 2 Nächte zu bleiben. Am Tag der Abreise wurde Kiara bei uns abgegeben. Für 4 Tage möchte sie nun mit uns reisen. Welch eine Freude für Fynn. Kaum richtig angekommen, da stielten sich die beiden schon davon. Es ging weiter nach Donaueschingen. Jon fuhr mit Ludwig vor und die beiden fanden den idealen Platz. Dieser lag nicht weit von der Straße im Wald. Es war ein richtiger Parkplatz. Hier gab es eine super Parkplatzwiese, eine Feuerstelle, Mülltonnen und Quellwasser aus dem Brunnen. Super Klasse, auch für die Kid's.  Natürlich machten wir an dem Abend noch ein Feuer. Dies war unser letzter Abend mit Ludwig und wir genossen ihn mit Gitarre, Akkordeon und Gesang.
Weiter ging es nach Oberbaldingen. Die Strecke hatte ich  gewählt, um die Bundesstraße nach Tuttlingen zu vermeiden - doch leider war ich nicht aufmerksam genug dabei. In Phoren nämlich wurde es erschrocken steil. Zwar war es nur für eine kurze Strecke, dafür aber ziemlich steil. Die Pferde blieben stehen. Auch kein Wunder, denn sie sind schon den ganzen Tag gelaufen und mittlerweile müde gewesen. Auch war der Wagen wieder voll beladen. Wir ließen sie durchatmen und Jon führte sie erneut an. Pferde auf einer Steigung dierekt gerade anzuführen ist oft schwer. Wir führten sie daher zunächst etwas seitwärts, damit der Wagen schonmal in's Rollen kommt. Als Pferde und Wagen dann in Bewegung waren, führten wir sie wieder den Anstieg entgegen. Oben angekommen haben wir gleich eine große Pause eingelegt. Anschließend fanden wir nach ca. weiteren 4km einen guten Parkplatz an einer Waldkante. In der Nähe gab es einen Angelteich, aus dem wir Wasser für die Pferde holten. An diesem Tag regnete es ein wenig. Ein Auto hielt am nächsten morgen vor unserem Wagen. Ich war neugierig und ging heraus. Der Mann begrüßte mich und fragte was wir hier machen. Ich entgegnete ihm, dass wir hier genächtigt haben und heute noch weiter fahren wollten. Er war Ortsvorsteher oder so ähnlich. Dann stieg er Wieder in sein Auto und rollte davon. Im Regen fuhren wir wieder weiter. Meine ausgewählte Route erwies sich als erneute Herausforderung. Kurz vor Öfingen wurde es wieder steil. Alle Kinder runter vom Wagen - jetzt wird marschiert. Bevor es weiter ging legten wir eine kurze Pause ein. Die Pferde zogen, sie blieben stehen, sie zogen wieder und blieben wieder stehen. So ging das dann noch 'ne Weile bis wir auch diesen Berg geschafft haben. Pausennischen gab es leider keine. Als sie stehen blieben, warteten wir so lange, bis sich ihr Puls wieder normalisiert hatte. Oben angekommen gab es für jeden 'ne Handvoll Leckerlies!!! Good Boy's!!! Wir fuhren durch Öfingen und da kam der nächste Schlag. 10 Prozent Anstieg auf 150m. Nee, Leute unsere armen Hottes! Erst einmal  'ne große Pause mit Hafer, Heu und Wasser. Inzischen grübelten Jon und Ich, wie wir nun vorgehen sollten. Auf der rechten Seite hatte ein Bauer eine kleine Wirtschaft und Pferde. Ich erkundigte mich freundlich bei ihm, ob er denn auch einen Traktor hätte, mit dem er uns helfen könnte, den Berg zu überwinden. Er lächelte und war bereit uns zu helfen. Mit seinem kleinen Fendt gelang es uns dann ganz easy den Berg zu bezwingen. Die Pferde blieben dabei angespannt. Pferde halfen Traktor und umgekehrt. Ich umarmte ihn dann noch herzlich. Gegen 20:00 Uhr erreichten wir unseren Parkplatz, der direkt neben einer Kläranlage hinter Talheim lag. Kaum geparkt kam ein weißer PKW vorgefahren. Wie sich herrausstellte betrieb der Fahrer die Anlage. Er war sehr begeistert von uns und schloss extra das Tor auf, damit wir seine sanitären Anlagen benutzen konnten. Am nächsten Tag spannten wir erst Nachmittag an, denn es waren nur noch etwa 12km bis zu Heidi, die in Bulzingen wohnt. Bei schönen Wetter schafften wir dann die Strecke in ca. 3 Stunden. Hier wohnen wir nun zwischen Obstgehölzen auf einer Wiese weit oben auf'm Berg. Bei schönstem Wetter
mäht gerade ein riesiger Traktor die Bergwiesen für Öhmd.








It's late summer time
um die Donauregion

Die Sonne scheint,
sie scheint so warm,
und vor mir fliegt
ein Bienenschwarm.

Ich leg mich auf die Sonnenliege,
doch da setzt sich
auf mich
ne Fliege.

Ich lass sie krabbeln auf meinem Bauch,
mir geht´s
ja gut,
ich hoff euch auch!

Anni aus'm Netz

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